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Fakten
Einer der schlimmsten Vorfälle, die es europaweit wohl gab (der publik wurde) ist wohl das Netz um den Belgir Marc Doutroux

Die Verbrechen des
Marc Dutroux

Anklage wegen Mordes an vier Mädchen

Am 1. März 2004, acht Jahre nach den grausamen Verbrechen, beginnt im südbelgischen Arlon der lang erwartete Prozess gegen den Kinderschänder Marc Dutroux. Der verurteilte Vergewaltiger und mutmaßliche Mörder von vier Mädchen muss sich vor Gericht verantworten. Der Prozess bricht in jeder Hinsicht Rekorde: Mehr als sieben Jahre Voruntersuchung, eine Gerichtsakte von 440.000 Seiten, zwei Staatsanwälte, 472 Zeugen und 1340 akkreditierte Journalisten.

Am 9. August 1996 wird die 14-jährige Laetitia in Bertrix auf dem Heimweg vom Schwimmbad verschleppt. Eine Zeugin beobachtet einen weißen Lieferwagen, der auf den Namen Marc Dutroux angemeldet ist. Vier Tage später werden Dutroux, seine Frau Michelle Martin und sein Komplize Michel Lelievre verhaftet. Mutmaßlicher Chef der Bande ist der Brüsseler Geschäftsmann Michel Nihoul. Er steht im Verdacht, die von Dutroux entführten Mädchen an reiche Kunden vermittelt zu haben.

Erschreckendes Geständnis
Nach zwei Tagen ununterbrochenen Verhörs gesteht Dutroux, was die Ermittler längst ahnten: Im Keller eines seiner fünf Häuser hat er ein Verließ gebaut. Versteckt hinter einem Regal befindet sich der 1.60 Meter hohe Raum in dem er seine Opfer einsperrte. Die 14-jährige Laetitia, die sechs Tage zuvor verschwunden war und die 11-jährige Sabine werden lebend gefunden. Sabine hatte 80 Tage im Keller verbracht. Kaum jemand hoffte noch, sie lebend wiederzufinden.

Doch es bleibt der Verdacht, dass noch mehr verschwundene Mädchen, Opfer des Kinderschänders wurden. Auf der Suche nach Beweisen wird jede Ecke von Dutrouxs Häusern durchsucht. Schließlich finden die Ermittler auf dem Gelände eines anderen Hauses von Dutroux die Leichen von zwei vermissten Mädchen und eines ermordeten Komplizen von Dutroux. Julie war acht und Melissa neun Jahre alt als sie verschwanden. Monatelang waren sie in Dutroux' Verließ eingesperrt und sind am Ende grausam verhungert.



Jacques Langlois

ap
Jacques Langlois lässt keine Zweifel aufkommen, dass es sich im Fall Dutroux um einen Einzeltäter handelt.


Der weiße Marsch
Fragen werden laut: Gehört Dutroux zum einem Kinderschänderring? Hat die Polizei nicht korrekt ermittel? Auch das Haus des ermordeten Dutroux-Komplizen wird untersucht.
Die Leichen von zwei weiteren vermissten Mädchen werden gefunden: Eefje und An. Ganz Belgien ist geschockt. Die Eltern der Opfer fordern die schonunglose Aufklärung der Verbrechen.

Bei einer Dankesfeier mit den beiden befreiten Mädchen Laetitia und Sabine ist auch der populäre Untersuchungsrichter im Fall Dutroux, Jean-Marc Connerotte, anwesend. Er wird wegen "Befangenheit" abgesetzt.
Belgien ist empört: Es trifft ausgerechnet den Mann, der es schaffte, die Kinder zu befreien. Der Volkszorn ballt sich zur größten Demonstration in der Geschichte des Landes: Über 300.000 Menschen ziehen beim "Weißen Marsch" durch Brüssel.



Michel Nihoul

dpa
Ist der Brüsseler Geschäftsmann Michel Nihoul in die Verbrechen verwickelt?


Einzeltäter oder Kinderschänderring?
Ein neuer Untersuchungsrichter wird ernannt. Der unerfahrene Jacques Langlois soll den schwersten Fall der belgischen Rechtsgeschichte lösen. Von Beginn an lässt er keinen Zweifel daran, dass er Dutroux für einen perversen Einzeltäter hält.

Doch ein früherer Mieter von Dutroux, Claude Thirault, erinnert sich anders: "Wir saßen im Lieferwagen und kamen bei ihm in Marcinelle an. Er fragte: 'Möchtest Du nicht ein bisschen Geld verdienen?' Ich dachte mit Arbeit oder so. Da sagte er: 'Besorg mir Mädchen und ich zahle Dir 150.000 Francs'. Ich sagte: 'Du weißt, ich entführe keine Kinder. Das hast Du mich schonmal gefragt. Das interessiert mich nicht.' Er hat nicht so geredet, als würde er die Mädchen für sich behalten, um sie selbst zu missbrauchen. Er hat immer davon gesprochen sie ins Ausland zu bringen - immer wieder."

Mädchen für Nihoul
Der Verdacht, Dutroux sei nur der Handlanger eines weit verzweigten Rings von Kinderschändern, erhärtet sich in den Verhören des vermeintlichen Komplizen Lelievre. Der gibt zu Protokoll: "Dutroux hat mir gesagt, dass es seine Rolle war, die Mädchen zu entführen, und ihnen klar zu machen, dass sie nie wieder nach Hause kommen würden. Er wollte sie gefügig machen nach den Wünschen der Personen, die sie bestellt hatten und sie dann 'liefern'".
Auch Dutroux' Frau Michelle Martin erzählt den Ermittlern nach ihrer Verhaftung, dass ihr Mann Michel Lelievre angewiesen habe, er solle Mädchen für Michel Nihoul mitbringen.

Quelle; http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/3/0,1872,2107587,00.html


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